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Geteiltes Gedenken an Anschläge von Casablanca

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Geteiltes Gedenken an Anschläge von Casablanca

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Zum zehnten Jahrestag der schlimmsten Anschlagsserie in der Geschichte Marokkos haben in Casablanca mehrere Nichtregierungsorganisationen zu einer Gedenkveranstaltung aufgerufen. Unter dem Motto “Frieden und Einigkeit” wollten sie ein Zeichen gegen extremistische Ideologien setzen und vor allem junge menschen ansprechen. Dabei kamen auch Opfer von damals zu Wort. So sagte Mohammed Karam: “Wir leben immer noch miserabel. Wir fordern alle Moslems in Marokko auf, Vorbilder für die muslimische Welt zu sein und sich nicht am Terrorismus zu beteiligen!” In der Hauptstadt Rabat bot sich ein ein ganz anderes Bild. Hier marschierten hunderte Salafisten zum Parlament. Die islamistischen Hardliner fordern Freiheit für inhaftierte Islamisten, die ihrer Ansicht nach ungerecht behandelt würden. Der organisator Anas el Halaoui erklärte: “Wir haben diese Aktion organisiert, weil wir wollen, dass die Wahrheit über die Explosionen vom 16. Mai 2003 in Casablanca ans Licht kommt. Zehn Jahre danach wissen wir immer noch nicht, wer tatsächlich hinter den Explosionen steckte. Diese Ereignisse haben tausende Tote unter den Moslems nach sich gezogen. Sie wurden gefoltert und eingesperrt. Und all das, ohne dass wir wissen, wer tatsächlich hinter den Anschlägen steckte.” Den Ermittlungen zufolge waren es 14 junge Islamisten, die damals 33 Menschen mit in den Tod rissen. Sie zündeten ihre Bomben in westlichen Institutionen wie in einem italienischen Restaurant, einem jüdischen Gemeindehaus, einem Hotel und in einem angesagten Club.