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Italiens Regierung friert Immobiliensteuer ein

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Italiens Regierung friert Immobiliensteuer ein

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Italiens Ministerpräsident Enrico Letta hat eine Reform der Immobiliensteuer (IMU, Imposta Municipale Unica,” einheitliche kommunale Steuer”) angekündigt. Er geht damit gleich als erstes ein Thema an, das auch in seiner großen Koalition äußerst umstritten ist.

Betroffen sind rund 15 Millionen Wohnungen. Von der Steuer verschont werden sollen demnach auch bestimmte landwirtschaftliche Gebäude, nicht aber Luxuswohnungen und -häuser.

Enrico Letta, italienischer Ministerpräsident:

“Wir setzen die Immobiliensteuer vom Juni aus, zur der italienische Familien eigentlich verpflichtet wären. Und wir setzen uns als Regierung den 31. August als Termin eine grundsätzliche Reform dieser Steuer.”

Der konservative Koalitionspartner des Mitte-Links-Politikers Letta hatte gefordert, die Steuer völlig fallenzulassen und sogar die Steuer des vergangenen Jahres zurückzuerstatten.

Die Steuer brachte pro Jahr bis zu vier Milliarden Euro ein. Wie sie die entstehenden Milliarden-Löcher im Haushalt stopfen will, ließ die Regierung offen.

Die entstehenden Einnahmeausfälle würden vollständig gegenfinanziert, sagte Letta.

Die Steuer war unter dem wachsenden Druck der Finanzmärkte von dessen Amtsvorgänger Mario Monti eingeführt worden, um den Schuldenberg der drittgrößten Volkswirtschaft in der Euro-Zone schneller abbauen zu können.

Mit Reuters