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Ex-Sowjet-Geheimbunker wird Museum

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Ex-Sowjet-Geheimbunker wird Museum

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In der Tschechischen Republlik ist ein ehemaliges sowjetisches Geheimlager für atomare Sprengköpfe in ein Museum umgewandelt worden. Dort können die Besucher sich mit der Geschichte des atomaren Wettrüstens im Kalten Krieg auseinandersetzen. Das unterirdische Museum liegt in südwestlich von Prag nahe einem kleinen Dorf. Der Vorsitzende der Iron Curtain Foundation Vaclav Vitovec erklärte: “Es gab in Osteuropa nur zwölf derartige Standorte. Der einzige, der auch für zukünftige Generationen noch existiert ist dieses Lager in Misov.” Der gewaltige Betonbunker wurde noch zu Nikita Chrustschows Zeiten in den 60erJahren von der Sowjetunion streng geheim gebaut und liegt nur etwa 60 Kilometer von der damals westdeutschen Grenze entfernt. Ein Einheimischer beschrieb: “Wir wussten zwar, dass hier in der Nähe eine Art Militärstützpunkt war, aber niemand dachte, dass Atomsprengköpfe hier gelagert wurden. Jeder wusste von nächtlichen Transporten, aber ich glaube, nicht einmal unsere Führung wusste, was genau hier war.” In der Tschechoslowakei gab es drei derartige Lager. Sie waren so geheim, dass bis heute unklar ist, was tatsächlich hier gelagert wurde. Moskau hat sich bis heute nicht dazu geäußert.