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Türkei: Massenwut auf die Regierung wegen Reyhanli-Anschlägen
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Eine Woche nach dem Doppelanschlag im türkischen Reyhanli mit Dutzenden Toten haben Tausende Menschen in der Türkei gegen die Regierung protestiert. Diese habe zu wenig getan, um den Anschlag zu verhindern, sagen sie.

In Reyhanli und anderen Orten gerieten einige Demonstranten mit der Polizei aneinander. Die Beamten setzten Schlagstöcke und Wasserwerfer ein, um die Menge auseinanderzutreiben. Allerdings waren auch die Polizisten selbst Ziel von Angriffen.

Die Demonstranten in der südtürkischen Provinz Hatay warfen der Regierung auch vor, die nahe Grenze zum Bürgerkriegsland Syrien nicht ausreichend zu sichern. Von dort drohe aber Gefahr, fürchten einige.

Ein Mann meinte: “Die Rebellen können leicht über die Grenze kommen. Es gibt im Grunde keine Grenze mehr. Es gibt Schmuggel und andere Dinge. Das ist sehr gefährlich für uns hier in Antakya.”

Ein andere sagte: “Wir sind hier, um unsere Solidarität und Brüderschaft zu demonstrieren. Wir sind gemeinsam hier. Christen, Alawiten, Sunniten, Armenier, alle gemeinsam.”

Auch in der Hauptstadt Ankara gab es Proteste und Reibereien zwischen Polizei und Demonstranten. Unterdessen sind vier weitere Tatverdächtige festgenommen worden, insgesamt befinden sich nun 17 mögliche Täter in Gewahrsam. Ein Hauptverdächtiger war am Freitag festgenommen worden. Die türkische Regierung verdächtigt Syrien, hinter dem Anschlag zu stecken, bei dem laut türkischen Medien mindestens 51 Menschen ums Leben kamen. Ein Syrer ist nicht unter den Festgenommenen.

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