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Ukraine: Pro-Europa-Demonstrationen in Kiew

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Ukraine: Pro-Europa-Demonstrationen in Kiew

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In der ukrainischen Hauptstadt Kiew haben Anhänger und Gegner von Präsident Viktor Janukowitsch demonstriert. Dabei kam es am Rande zu Zusammenstößen zwischen Anhängern der rechtspopulistischen Partei Swoboda und der Polizei. Die Rechten hatten Flaschen und Steine auf andere Demonstrationsteilnehmer geschmissen.

Unterdessen warfen die Vereinigte Opposition und die Partei Udar von Boxweltmeister Vitali Klitschko Janukowitsch auf ihrer Kundgebung unter anderem vor, das versprochene Ziel einer EU-Annäherung nicht einzuhalten. Auf Spruchbändern forderten die Demonstranten die Aufnahme ihres Landes in die EU und die Freilassung Julia Timoschenkos.

Der Chef des timoschenkonahen Bündnisses Vereinigten Opposition, Arsenij Jatsenjuk: “Wir verlangen von der Regierung, so bald wie möglich Wahlen abzuhalten. Aber die Partei der Regionen hat Angst davor, weil sie genau weiß, dass sie verlieren würde. Dasselbe wird bei den Präsidentschaftswahlen passieren. Wir brauchen die Geschlossenheit der Oppositionskräfte, um das Ziel zu erreichen.”

Auf der anderen Seite hatte Janukowitschs Partei der Regionen einen sogenannten Marsch “Nach Europa – Ohne Faschisten” organisiert. Faschismus sei in der Ukraine deutlich sichtbar, sagte ein Politiker der Regierungspartei gegenüber euronews:

Serhij Tigipko, Vizechef der Partei der Regionen: “Wenn die Leute keine anderen Sprachen sprechen dürfen, wenn nationale Feiertage abgeschafft werden, wenn Denkmäler zerstört werden, ob man sie mag oder nicht, dann sind das Anzeichen für Faschismus.”

Die Partei der Regionen wirft der Opposition vor, mit der rechten Swoboda gemeinsame Sache zu machen. Insgesamt fanden an diesem Samstag in Kiew zahlreiche Kundgebungen mit insgesamt gut 100 000 Teilnehmern statt.