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Syrien: Kein Ende des Bürgerkriegs in Sicht

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Syrien: Kein Ende des Bürgerkriegs in Sicht

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Syrische Regierungstruppen haben versucht, die von Rebellen kontrollierte Ortschaft Al-Kusair in der Provinz Homs einzunehmen. Bei
Luftangriffen und Kämpfen am Stadtrand seien 40 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden, meldete die Opposition. Die syrische Armee wurde durch Kämpfer der libanesischen Schiiten-Miliz Hisbollah unterstützt. Das nahe der libanesischen Grenze gelegene Kusair ist für den Staatschef und Alawiten Baschar al-Assad strategisch bedeutend. Es liegt an der Verbindungsstrecke zwischen Damaskus und den Siedlungsgebieten der Alawiten an der syrischen Mittelmeerküste. In einem Interview für eine argentinische Zeitung verpasste Assad heute den Verhandlungsplänen der USA und Russlands einen Dämpfer. Er glaube nicht an eine Verhandlungslösung, sagte Assad.und schloss seinen Rücktritt erneut kategorisch aus. Unterdessen forderte UN-Koordinator Adam Abdul Malwa bei einem Treffen mit syrischen Regierungsbeamten erneut mehr Sicherheit für UN-Mitarbeiter, die versuchten Hilfsgüter in Rebellengebiete zu bringen. Adam Abdul Malwa erklärte bei den Treffen: “Es ist immer noch nicht möglich, medizinische Hilfsgüter in die von Rebellen kontrollierten Gegenden zu liefern. Es ist ein Sicherheitsproblem von allerhöchster Priorität.” Das UN-Flüchtlingshilfswerk spricht mittlerweile von mehr als anderthalb Millionen Syrern, die aus in die Nachbarländer geflohen sind. Bis Ende des Jahres rechnet das Werk mit einer Verdopplung dieser Zahl.