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Zeche zahlen per Spüldienst - Spaniens neues Geschäftsmodell

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Zeche zahlen per Spüldienst - Spaniens neues Geschäftsmodell

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Ein Restaurant im spanischen Terrassa hat sich ein neues Geschäftsmodell einfallen lassen, das mittellosen Gäste den Lokalbesuch ermöglicht. So können Gäste statt mit Geld, mit Arbeitsleistung bezahlen und etwa eine Stunde Küchendienst, Service oder Spüldienst erledigen. Im Gegenzug bekommen sie ein Mahlzeit serviert. Das Konzept findet Gefallen. So sagt eine Besucherin: “Ich finde das großartig. Ich liebe es. Seit ich hierher komme, habe ich wieder mehr Optimismus in meinem Leben. Und mehr Freunde. Wir sind oft zusammen und motivieren uns gegenseitig. Das ist eine einzigartige Gelegenheit.” An die 150 bis 200 Menschen werden hier im ersten Jahr voraussichtlich 15 000 Arbeitsstunden ableisten, schätzt der Geschäftsführer des Lokals. Das Projekt ist ein Joint Venture zwischen dem Stadtrat und 30 örtlichen Wohlfahrtseinrichtungen. Xavier Casas, der Geschäftsführer erklärt: “Suppenküchen sollten soziale Verantwortung übernehmen. Dieses Restaurant spielt da eine wichtige Rolle, indem es Leute anspricht, die ihre Würde und ihr Selbstwertgefühl wieder erlangen wollen, Leute, die ihren Alltag verbessern wollen.” Der Alltag in Spanien ist geprägt von weiner masiven Wirtschaftskrise mit mehr als 6 Millionen Arbeiotslosen, das entspricht einer Quote von 27.2 Prozent . Bei den unter 25jährigen beträgt sie sogar 57 Prozent.