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Asiens Großmächte kommen sich näher

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Asiens Großmächte kommen sich näher

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China und Indien haben einen Ausbau ihrer Handelsbeziehungen vereinbart. Bei seinem Besuch in Neu Dehli erklärte der chinesische Ministerpräsident Li KeQiang (李克强), er strebe eine intensivere Zusammenarbeit mit Indien an. Die Wahl Indiens als ersten Stop auf seiner ersten Auslandsreise zeige die Bedeutung, die China Indien beimesse. Li betonte, dass es weit mehr gemeinsame Interessen als Meinungsverschiedenheiten zwischen China und Indien gebe.

Überschattet wird der Besuch Lis durch einen Grenzzwischenfall im Himalaya. Dort standen sich mehrere Wochen lang indische und chinesische Truppen in Sichtweite gegenüber. Indien warf China vor, im Depsang-Tal in Ladakh 19 Kilometer tief auf indisches Territorium vorgedrungen zu sein. China bestreitet dies. Der indische Ministerpräsident Manmohan Singh äußerte seine Besorgnis über die Vorfälle und erklärte, Ruhe und Frieden entlang der Demarkationslinie seien essentiell für gute bilaterale Beziehungen. Dieser Aussage stimmte sein chinesischer Amtskollege ausdrücklich zu.

Am Dienstag reist Li Keqiang in das mit Indien verfeindete Pakistan, das von China Waffen bezieht. Von dort geht es weiter in die Schweiz und nach Deutschland.

Weiterführende Links

Indisches Außenministerium zum Besuch Li Keqiangs (englisch)

Indischer Nachrichtensender Zeenews zum Besuch Lie Keqiangs (englisch, hindi, bengalisch)

Sonderseiten des chinesischen Staatsfernsehns CCTV Besuch Li KeQings in Indien, Pakistan, der Schweiz und Deutschland (englisch)

China Radio International Erste Auslandsreise des neuen Ministerpräsidenten (deutsch)