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Griechische Banken zu verkaufen

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Griechische Banken zu verkaufen

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Griechenland will spätestens Mitte Juli zwei kleinere Banken verkaufen und die großen Institute noch in diesem Jahr einem „Stresstest“ unterziehen. Im jüngsten Troika-Bericht hieß es, der Bankenrettungsfonds des Landes suche neue Besitzer für die Hellenic Postbank und für Proton.

Beide Banken wurden in „gute“ und „schlechte“ Teile aufgespalten und gehören vollständig dem Fonds – er war im Rahmen des Rettungspakets mit 50 Milliarden Euro ausgestattet worden.

In dem Bericht von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) heißt es weiter, die Summe reiche für Rekapitalisierungen und Abwicklungen in der Branche aus.

Die Rekapitalisierung der vier wichtigsten Banken des Landes – National, Alpha, Piraeus und Eurobank – soll bis Mitte Juni abgeschlossen sein. Diese Banken brauchen 27,5 Milliarden Euro, um Löcher in den Bilanzen zu stopfen. Mindestens zehn Prozent der Summe sollen sie bei privaten Investoren eintreiben.

Gestresst ist Griechenlands Finanzsektor auf jeden Fall. Sechs Jahre Rezession schaffen Probleme, selbst wo zuvor keine waren. Der Anteil der faulen Kredite stieg 2012 im Vergleich mit dem Jahr zuvor um die Hälfte auf gut 24 Prozent.