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Anschlagswelle im Irak

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Anschlagswelle im Irak

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Bewohner der südlich von Bagdad gelegenen Stadt Hilla begutachten die Schäden nach der Explosion einer Autobombe. Der Anschlag galt schiitischen Gläubigen, die gerade die Moschee verlassen hatten. Neun Menschen wurden getötet und mindestens 26 Menschen verletzt. Auch in der Stadt Kirkuk kam es zu Anschlägen. Extremisten zündeten auf zwei Märkten Sprengsätze. Zwei Zivilisten wurden getötet und 25 Menschen verletzt.

“Sie haben auf dem Markt nicht zwischen Arabern, Kurden und Turkmenen unterschieden”, sagte ein Augenzeuge. “Aber das ist das Schicksal des irakischen Volkes – keine blutigen Dienstage oder Mittwochs mehr, denn der Irak blutet von Nord bis Süd.”

Die Spannungen zwischen Schiiten und Sunniten haben in den vergangenen Monaten dramatisch zugenommen. Allein in der vergangenen Woche kamen mehr als 200 Menschen bei landesweiten Anschlägen ums Leben.