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Präsident Obama empfängt Birmas Staatschef

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Präsident Obama empfängt Birmas Staatschef

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Zum ersten Mal seit fast einem halben Jahrhundert ist ein Staatschef Birmas im Weißen Haus empfangen worden.

Während seines Treffens mit Präsident Thein Sein lobte Barack Obama dessen Reformbemühungen. In seinen Äußerungen sprach Obama erstmals von Myanmar, und verwendete damit den Namen, den das Militär Birma während seiner fast 50jährigen Herrschaft gegeben hatte.

Thein Sein bezeichnete die vor zwei Jahren begonnenen demokratischen Reformen in seinem Land als eine überwältigende Aufgabe. Es gebe viele Probleme, etwa die große Armut und eine schlechte Arbeitsmarktlage. Außerdem müsse die Bevölkerung erst mit demokratischen Werten und Normen vertraut gemacht werden.

Präsident Obama kritisierte die anhaltende Gewalt gegen die muslimische Minderheit im überwiegend buddhistischen Birma. “Die Vertreibung von Menschen und die gegen sie gerichtete Gewalt muss aufhören”, so Obama. “Wir sind zu jeder möglichen Zusammenarbeit mit der Regierung Myanmars und der internationalen Gemeinschaft bereit, damit die Menschen die Hilfe bekommen, die sie benötigen. Noch wichtiger ist aber, dass ihre Rechte und ihre Würde dauerhaft anerkannt werden.”

Seit Juni letzten Jahres sind etwa 200 Menschen der ethnischen Gewalt zum Opfer gefallen. Die meisten der Toten gehörten zur muslimischen Minderheit der Rohingya, die etwa vier Prozent der Bevölkerung Birmas ausmacht. Thein Sein bestritt eine Mitverantwortung der Armee für die Gewalt gegen die Muslime.