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IWF-Chefin in Paris vor Gericht

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In Paris hat die Vernehmung von IWF-Chefin Christine Lagarde begonnen. Die 57-Jährige steht im Verdacht, in ihrer Zeit als französische Wirtschaftsministerin eine Entschädigungszahlung von 400 Millionen Euro an den früheren Adidas-Haupteigner Tapie ermöglicht zu haben. Weil das Geld aus der Staatskasse kam, wird ihr Beihilfe zur Veruntreuung öffentlicher Mittel vorgeworfen. Lagarde hatte einem Schiedsgerichtsverfahren zugestimmt, bei dem Tapie Schadenersatz in Millionenhöhe zugestanden wurde. Tapie hatte seine Addidasanteile an die Staatsbank Credit Lyonnais verkauft. Diese verkaufte sie mit einem großen Gewinn wenig später weiter. Tapie fühlte sich geprellt und klagte auf Schadenersatz. Lagarde beendete den Rechtsstreit, indem sie dem umstrittenen Schiedsgerichtsverfahren zustimmt. Weil Tapie im französischen Präsidentschaftswahlkampf 2007 den siegreichen Kandidaten Nicolas Sarkozy unterstützte, wird Lagarde unterstellt, die Zustimmung zum Schiedsspruch sei eine Gegenleistung für die Wahlkampfhilfe gewesen.