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Journalisten in der Ukraine setzen Ministerpräsident unter Druck

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Journalisten in der Ukraine setzen Ministerpräsident unter Druck

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Nach einer Demonstration von mehr als hundert Journalisten vor dem Ministerrat hat der ukrainische Ministerpräsident Mykola Asarow seine Entscheidung zehn Journalisten die Arbeitserlaubnis entziehen zurückgenommen.

Gestern demonstrierten die Journalisten in dem Gebäude gegen die Untätigkeit der Polizei, als zwei Kollegen bei einer Demonstration angegriffen wurden.

Der Sprecher des Innenministeriums rechtfertigt das Vorgehen: “Die Polizei handelte mit Toleranz, Sorgfalt und Zurückhaltung. Ganz im Gegensatz zum Vorgehen im Ausland, zum Beispiel in Europa und Großbritannien, wo die Polizei Gewalt anwendet, um Massenunruhen zu unterdrücken.”

Peter Stano, ein Sprecher der Europäische Kommission, zeigt sich besorgt: “Wir haben unsere Bedenken über die Untätigkeit der Polizei geäußert und die ukrainischen Behörden aufgefordert, diese Fälle von Gewalt gegen Journalisten effektiv und schnell zu untersuchen. Wir werden natürlich die weiteren Entwicklungen beobachten, damit wir sehen, welche Maßnahmen jetzt getroffen werden. Es ist sehr wichtig, dass diese Vorfälle angemessen und effektiv untersucht werden.”

Gestern stürmte eine Gruppe ukrainischer Journalisten das Gebäude des Ministerrates und protestierte während einer Pressekonferenz von Ministerpräsident Mykola Asarow gegen die Gewalt gegen Journalisten.

Ausgelöst hatten die Proteste tätliche Übergriffe auf Journalisten am vergangen Samstag. Die Reporterin Olha Snitsarschuck und der Fotograf Wladislaw Sodel wurden attackiert, als sie filmten, wie diese Männer demonstrierende Anhänger der Opposition verprügelten.