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Michael Douglas glänzt in Soderberghs Liberace-Film

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Michael Douglas glänzt in Soderberghs Liberace-Film

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Es ist die Rolle seines Lebens, eine, die niemand von ihm erwartet hätte: Michael Douglas spielt Liberace, den exzentrischen Pianisten in “Behind the Candelabra”. Der Film konzentriert sich auf die geheime Beziehung des schwulen Entertainers zu einem Jahrzehnte jüngeren Mann.

Steven Soderberghs Wettbewerbsbeitrag auf dem Festival von Cannes spricht ein aktuelles Thema an, die vielerorts geführte Debatte um die Rechte von Homosexuellen. “Ich versuche immer mir vorzustellen, wie wir in 50 Jahren über unsere heutige Haltung denken werden”, sagte der Regisseur bei der Pressekonferenz zu seinem Film.“Vor 50 Jahren gab es in den USA noch nicht mal das amerikanische Bürgerrechtsgesetz, heute ist es Teil unserer DNA. Was die Rechte von Homosexuellen betrifft, hoffe ich nach wie vor, dass wir in 50 Jahren zurückschauen und uns wundern, warum es überhaupt eine Debatte gab und warum es lange gedauert hat.”

Matt Damon spielt den blutjungen Liebhaber, den sich der ausschweifende Showstar in die Villa und ins Bett holt. Dennoch entsteht eine innige Liebesbeziehung, allerdings auf Kosten des labilen und drogensüchtigen jungen Mannes.

Was die Bettszene mit Michael Douglas betreffe, habe er nun etwas mit Sharon Stone und Glenn Close gemein, scherzte Damon vor Presse. Man könne gemeinsam ausgehen und Erfahrungen austauschen.

Hollywoodstar Michael Douglas gelingt als schriller Pianostar eine grandiose schauspielerische Leistung. Schon vor dreizehn Jahren, bei den Dreharbeiten zu “Traffic”, brachte Soderbergh die Rolle ins Gespräch. Auf der Pressekonferenz in Cannes kämpfte der 69-Jährige Douglas mit den Tränen bei der Erinnerung an diese Zeit. “Das war kurz nach meiner Krebserkrankung, ein wunderbares Geschenk, das mir da überreicht wurde. Ich werde Steven, Matt, Jerry und allen anderen ewig dafür dankbar sein, dass sie auf mich gewartet haben.”

“Behind the Candelabra” ist Steven Soderberghs vorerst letzter Film vor der angekündigten längeren Auszeit als Regisseur.