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Wachstumskrise in China: Industrie lagert aus in Billigländer

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Wachstumskrise in China: Industrie lagert aus in Billigländer

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Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hüstelt und schon melden sich rund um den Globus die Börsen krank: Konjunkturdaten aus China deuten auf einen Rückschlag in der Industrie hin. Der Index für die Stimmung der Einkaufsmanager ist von April auf Mai unter die Wachstums-Schwelle von 50 Punkten gesunken, zum ersten Mal seit sieben Monaten. Die britische Großbank HSBC ermittelte 49,6 Zähler, 0,8 Punkte weniger als vier Wochen zuvor.

Das genügt, um nach Jahren des Booms strukturelle Schwächen nach vorne zu bringen.

Adrian Mowat – Asien-Spezialist bei der Bank JP Morgan:

“China steht vor einer demographischen Herausforderung: Offenkundig leiden Unternehmen wie Foxconn oder Honhai – sie gehören zu den größten Arbeitgebern der Welt mit über einer Million Beschäftigten – an Arbeitskräftemangel. Sie müssen inzwischen schon außer Landes suchen, um ihre Kosten zu senken.”

Kommt dazu: Die Krise in anderen Weltgegenden beschädigt die Exportnachfrage und der Konsum im Inland gleicht das nicht aus.

Chinas Bruttoinlandsprodukt wuchs 2012 nur noch um 7,8 Prozent. Es war die geringste Zuwachsrate seit 13 Jahren. 7,5 Prozent scheinen dieses Jahr machbar. Das Ziel hatte die Regierung vorgegeben – für Europa ein Traumwert, für China das schwächste Plus seit 23 Jahren.

Schon fürchten Ökonomen eine Abwärtsspirale: China hätte wichtige Impulse für die globale Wirtschaft liefern sollen. Nun braucht es selbst welche.

Mit dpa, Reuters