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"Die Kriegs-Saat kann auch im Libanon aufgehen"

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"Die Kriegs-Saat kann auch im Libanon aufgehen"

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Der syrische Bürgerkrieg greift immer wieder auf das Nachbarland Libanon über. Seit fünf Tagen bekämpfen sich dort erneut sunnitische Gegner und schiitische Anhänger des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. In der vergangenen Nacht kamen dabei fünf Menschen ums Leben, rund 50 wurden verletzt. Damit steigt die Zahl der Getöteten hier seit Sonntag auf mindestens 18.

Der Analyst Junis Audeh meint: “Die Saat für einen Krieg gibt es auch im Libanon. Wenn es in Syrien noch schlimmer wird, dann werden die Spannungen hier aufflammen und die kriegerische Saat wird aufgehen.”

Betroffen sind vorwiegend Stadtteile von Tripoli, in denen Schiiten und Alawiten leben – auch Baschar al-Assad ist Alawit.

Seit dem Kampf um die grenznahe syrische Stadt Al-Kusair nehmen die Spannungen zwischen den Religionsgruppen im Libanon zu. Aber trotz der Kämpfe ist das Land für viele Syrer ein Rettungshafen: Seit Beginn des Krieges sind fast 500 000 von ihnen hierher geflohen – für das Viermillionen-Einwohner-Land eine nicht unerhebliche Zahl.