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Soldatenmord von London: Die Täter waren keine Unbekannten

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Soldatenmord von London: Die Täter waren keine Unbekannten

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Nach der Ermordung eines britischen Soldaten auf offener Straße in London wird Kritik an den Behörden laut. Medienberichten zufolge waren die beiden Hauptverdächtigen dem Geheimdienst MI5 bekannt. Ein Untersuchungsausschuss des Unterhauses soll Klarheit schaffen.

Experten zufolge bedurfte die Tat wenig Vorbereitung und sei aus diesem Grund schwer zu stoppen gewesen. Einer der Täter rief islamistische Parolen.

Der britische Vizepremierminister Nick Clegg wandte sich unterdessen an die muslimischen Geistlichen. Er dankte ihnen dafür, dass sie sich zu Wort gemeldet und die Tat scharf verurteilt hätten. Er betonte, dass Terror keine Religion habe. Keine Religion rechtfertige die wilde, willkürlich Gewalt, die auf der Straße in Woolwich zu sehen gewesen wäre.

Viele Bewohner in Woolwich stehen immer noch unter Schock: “Ich bin sehr betroffen. Die Menschen sollten hier so viele Blumen wie möglich niederlegen. Sie sollten nicht auf die Straße gehen und demonstrieren oder die Polizei beschuldigen. Sie sollten mit Blumen protestieren,” so eine Frau. Ein Mann sagte: “Ich bin richtig wütend. Sehen Sie sich all diese Blumen an: Das ist unsere Botschaft. Wir werden zusammenhalten als eine Gemeinschaft.”

Der Angriff hat die Angst vor Einzeltätern, den sogenannten “Einsamen Wölfen”, neu angefacht. Mehr als 1.000 zusätzliche Polizisten sollen in London patrouillieren.