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Erste Homosexuellen-Parade in der Ukraine

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Erste Homosexuellen-Parade in der Ukraine

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Unter starkem Polizeischutz haben Schwule und Lesben in der ukrainischen Hauptstadt Kiew erstmals für gleiche Rechte demonstriert. Aus Sicherheitsgründen fand die Demonstration außerhalb des Zentrums statt. Die rund 100 Teilnehmer zeigten Plakate wie “Homosexualität ist keine Krankheit”.

An dem Marsch nahm auch eine Delegation aus Kiews Partnerstadt München mit dem dritten Bürgermeister Hep Monatzeder teil.
“Wenn wir in Deutschland eine Pride veranstalten, dann ist es ein freudiges Ereignis, die Menschen machen mit, die lachen, sie sind fröhlich und es braucht kaum Polizei. Hier ist die Situation doch etwas anders, viel Polizei, viele aggressive Gegendemonstranten,” so Monatzeder.

Mindestens zehn Störer, die auch eine Rauchbombe warfen, wurden festgenommen. In der Ukraine ist Homophobie weit verbreitet. Andriy Illienko, ein Abgeordneter der ultranationalistischen Partei “Swoboda”, sagte: “Sie fordern Sonderrechte, einen speziellen Status. Wenn sie perverse Sachen machen wollen, dann sollen sie das zu Hause in aller Stille machen. Das ist unsere Meinung. Wo ist da ein Problem?”

Neben Nationalisten protestierten auch Ultra-Orthodoxe gegen die Schwulen-Parade. Mehr als 60 Parlamentarier unterzeichneten vor kurzem einen Aufruf für ein generelles Verbot von Homosexuellen-Veranstaltungen.