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Grüne wollen Pädophilie-Vorwürfe aufklären

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Grüne wollen Pädophilie-Vorwürfe aufklären

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Wenige Monate vor der Bundestagswahl stellen sich die Grünen in Deutschland ihrer Vergangenheit. Im Auftrag der Partei sollen Wissenschaftler der Universität Göttingen Pädophilie-Vorwürfe gegen Parteimitglieder in der Gründungszeit untersuchen. Sie bekommen uneingeschränkten Zugang zu den Archiven.

Die Debatte war vor kurzem neu entbrannt, als der Präsident des Bundesverfassungsgerichts seine Festrede zu einer Preisverleihung an Daniel Cohn-Bendit abgesagt hatte. Der heutige Europapolitiker hatte 1975 in einem halb fiktiven Buch “Der große Basar” über seine Zeit als Erzieher geschrieben, es sei passiert, dass Kinder seine Hose geöffnet und ihn gestreichelt hätten. Cohn-Bendit zufolge handelte es sich nur um eine dumme Provokation.

Steffi Lemke, die Bundesgeschäftsführerin der Grünen, sagte: “Es ist ein Fehler und wir bedauern zutiefst, dass das passieren konnte, dass diese Forderungen und diese Debatten in unserer Partei in der Vergangenheit Raum hatten. Das können wir heute bereits sagen und deshalb haben wir die Konsequenz gezogen und einen unabhängigen Wissenschaftler beauftragt, dies jetzt en detail zu untersuchen.”

Die Grünen hatten auf mehreren Parteitagen in den achtziger Jahren erlaubt, dass sogenannte Stadtindianer-Kommunen für pädophile Anliegen agitierten. Mehrheitsfähig seien sie jedoch nie gewesen, betonte Parteichefin Claudia Roth.