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Kambodschanischer Film in Cannes ausgezeichnet

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Kambodschanischer Film in Cannes ausgezeichnet

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In Cannes ist in der Sektion “Un certain regard” ein Film aus Kambodscha augezeichnet worden. In “The missing picture” setzt sich Regisseur Rithy Panh mit dem Völkermord der Roten Khmer in seinem Land auseinander.

Panh freute sich über den Preis und sagte, es sei das erste Mal, dass Kambodscha in Cannes einen Preis hole. Er widmete den Preis dem iranischen Regisseur und Dissidenten Jafar Panahi. “Sie können ihn unter Hausarrest stellen, ihm Arbeitsverbot erteilen, aber seine Vorstellungskraft, seine Fantasie werden sie nie bezwingen”, sagte Rithy Panh.

Panh war selbst während der Herrschaft der Roten Khmer im Arbeitslager und verlor durch den Genozid einen Teil seiner Familie. In dem Film mischt er Archivbilder mit Szenen, in denen bemalte Tonfiguren seine verlorenen Angehörigen darstellen. Unter der Herrschaft der Roten Khmer wurden zwischen 1975 und 1979 mehr als zwei Millionen Menschen getötet.

Die Sektion “Un certain regard” zeigt eher ungewöhnliche Filme von weniger bekannten Regisseuren. Im offiziellen Wettbewerb von Cannes werden am Sonntagabend die Preise verliehen. Die Goldene Palme für den besten Film zählt zu den begehrtesten Filmpreisen der Welt.