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Angst in Libanon vor syrischem Bürgerkrieg

Libanon, der viel kleinere Nachbar Syriens, läuft Gefahr, vom dortigen Bürgerkrieg zerrissen zu werden. Hier sind traditionell alle Glaubensrichtungen vertreten: libanesische Gruppen wie die Hisbollahmiliz stellen sich im syrischen Konflikt auf die Seite ihrer Glaubensbrüder.

Die Hisbollah kämpft daher in Syrien offen auf Seiten der Regierungstruppen, gegen die Aufständischen. In Gegenden der libanesischen Hauptstadt Beirut, wo die Hisbollah stark ist, schlugen jetzt zwei Raketen ein: Zuvor hatten verfeindete Gruppen die Hisbollah bedroht.

In der Stadt Tripoli beschießen sich Anhänger und Gegner der syrischen Regierung weiterhin gegenseitig. In den letzten Tagen sind in der libanesischen Stadt so mehr als zwanzig Menschen getötet worden.

Ob Gespräche den syrischen Bürgerkrieg nach zwei Jahren beenden können, ist fraglich: Zumindest hat die Regierung jetzt aber ihre grundsätzliche Bereitschaft erklärt, an einer Konferenz zu diesem Zweck teilzunehmen. Diese Konferenz soll nächsten Monat in Genf stattfinden, wie schon eine ähnliche Zusammenkunft letztes Jahr. Offen ist aber zum Beispiel, ob und wie sich die syrische Opposition beteiligen könnte.

Die Opposition traf sich am Wochenende im türkischen Istanbul: Vor dem Tagungshotel demonstrierten einige Syrer, um die Oppositionsvertreter zu einer Einigung und zu konkreten Schritten zu bewegen.

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