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Anschlagsserie erschüttert Bagdad: Mindestens 75 Tote

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Anschlagsserie erschüttert Bagdad: Mindestens 75 Tote

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Eine erneute Serie von Bombenanschlägen hat die irakische Hauptstadt Bagdad erschüttert. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden starben dabei mindestens 75 Menschen, mehr als 200 wurden verletzt. Mehrere Sprengsätze detonierten vor allem in Geschäftsstraßen und auf Märkten in überwiegend von Schiiten bewohnten Stadtteilen. Bisher bekannte sich niemand zu den Anschlägen. In der Vergangenheit wurden meist sunnitische Extremisten aus dem Umkreis des Terrornetzwerks Al-Kaida für derartige Angriffe verantwortlich gemacht.

Ein Augenzeuge schildert die Ereignisse:
“Der Attentäter verließ hier das Auto und überquerte die Straße, wo ein anderer Wagen ihn abholte. Ich sagte den Leuten, hier ist eine Autobombe. Die Bombe ging hoch, als die Menschen davon liefen.”

Im Irak tobt seit Monaten ein blutiger Machtkampf zwischen Anhängern des schiitischen Regierungschefs Nuri al-Maliki und der sunnitischen Opposition. Sie wirft Maliki eine systematische Benachteiligung der sunnitischen Minderheit vor. In den vergangenen zwei Wochen sind mindestens 350 Menschen bei Anschlägen im Irak ums Leben gekommen.