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Giftgasangriff: Berichte über Sarineinsatz im Umland von Damaskus

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Giftgasangriff: Berichte über Sarineinsatz im Umland von Damaskus

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Vermehrt wird aus Syrien über den Einsatz von Chemiewaffen berichtet. Harasta, ein von Rebellen kontrollierter Vorort im Osten von Damaskus, wurde nach Angaben der Opposition in der Nacht mit chemischen Waffen angegriffen.

“In der vergangenen Nacht trafen Berichte ein, dass das Assad-Regime in der Region Damaskus leichte Dosen Sarin eingesetzt hat. In mindestens zwei Dörfern im Umland von Damaskus wurden geringe Mengen Sarin eingesetzt. Fünf Menschen erstickten wegen des Saringases, 200 Menschen wurden verletzt und brauchen dringend Hilfe”, berichtet Chalid Saleh vom oppositionellen Syrischen Nationalkongress.

Die französische Tageszeitung Le Monde berichtete in ihrer Montagsausgabe über Giftgasangriffe an “mehreren Tagen in Folge” im April im damaszener Stadtteil Dschobar. Nach Angaben “westlicher Quellen” werde Sarin mit Tränengas vermischt, um einen Nachweis des Chemiewaffeneinsatzes zu erschweren.

“Wir sahen die Auswirkungen des Nervengases auf die Kämpfer an der Front in Dschobar. Am 13. April, zum Beispiel, berichteten Kämpfer von Giftgas. Sie wurden behandelt, weil die Spuren des Gaseinsatzes in ihren Gesichtern zu sehen waren. Die Ärzte hatten Patienten aus verschiedenen Orten mit den gleichen Symptomen. Sie kannten das Gas, das eingesetzt wurde nicht genau, aber sie sahen, dass die Symptome denen von Sarin-Gas entsprachen und so nutzten sie die Gegenmittel für Sarin-Gas”, berichtet Le Monde Reporter Laurent Van der Stockt.

UN-Ermittlerin Carla del Ponte sagte Anfang Mai, es gebe deutliche Hinweise auf einen Einsatz des Gifgases Sarin durch die syrischen Rebellen. Ihre Untersuchungskommission stellte daraufhin aber klar, dass es dafür allerdings keine Beweise gebe.