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Protest gegen Festnahmen möglicher Kriegsverbrecher im Kosovo

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Protest gegen Festnahmen möglicher Kriegsverbrecher im Kosovo

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Veteranen des Unabhängigkeitskriegs im Kosovo gehen in der Hauptstadt Pristina auf die Straße: Ihre Wut richtet sich gegen die Eulex, die Polizeimission der EU, die letzte Woche fünf Männer festgenommen hat. Diese Männer sollen im Kosovokrieg Ende der Neunziger Kriegsverbrechen begangen haben.

Die Bevölkerung im Kosovo ist zum übergroßen Teil albanischstämmig. Trotzdem gehörte die Gegend zum slawisch geprägten Serbien. Nach Krieg und faktischer Unabhängigkeit spaltete sich das Kosovo dann vor gut fünf Jahren von Serbien ab.

“Wir wollen mit den Serben zusammen leben”, sagt ein Teilnehmer der Kundgebung. “Aber wir lieben und achten unsere Freiheitskämpfer. Leuten wie den Festgenommenen verdanken wir, dass jeder sich frei und ohne Angst im Kosovo bewegen kann, Serben und alle anderen.”

Bei den Vorwürfen gegen die Festgenommen geht es um ein Gefangenenlager, das die UCK, die sogenannte Befreiungsarmee der Kosovoalbaner, betrieben haben soll. Nach Eulex-Angaben wurden dort Zivilisten misshandelt.