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Siniora: "Hisbollah ist eine iranische Gruppierung"

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Siniora: "Hisbollah ist eine iranische Gruppierung"

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Aus ihrer Unterstützung des syrischen Machthabers Baschar al-Assad hat die Hisbollah nie ein Geheimnis gemacht. Mit dem offiziellen Eintritt in den Konflikt hat die Einmischung der libanesischen Miliz allerdings eine neue Qualität erreicht. Und Hassan Nasrallah, der Generalsekretär der Schiitenbewegung, ließ siegessichere Parolen folgen.

“Wir stehen vor einem neuen Abschnitt, der vor einigen Wochen begann. Ein neuer Abschnitt der Sicherung des Widerstands und des Schutzes. Es geht um die Sicherung des Libanon – das ist unser aller Verantwortung”, so Nasrallah.

Und während eine endgültige Ausweitung des syrischen Bürgerkrieges auf das Nachbarland nicht mehr weit scheint, wird im Zusammenhang der Rolle der Hisbollah auch verstärkt über den Iran gesprochen.

“Die Hisbollah ist keine libanesische Partei, sondern eine iranische Gruppierung, die von Libanon aus und im Libanon arbeitet. Anders als die Hisbollah behauptet, handelt es sich nicht um eine Widerstandsgruppe – wir lernen jetzt ihr wahres Gesicht kennen”, sagt der ehemalige libanesische Ministerpräsident Fuad Siniora.

Auch der Iran steht fest an Assads Seite, neben moralischer Unterstützung gibt es wohl auch handfeste Hilfe in Form von Militärgerät. Die syrische Opposition versucht den offiziellen Kriegseintritt der Hisbollah unterdessen zu ihren Gunsten zu interpretieren.

“Das zeigt, dass das syrische Regime zusammenbricht und jede Hilfe von außen bitter nötig hat”, sagt Rebellensprecher Adib Shishakli.

Beobachter schätzen die Hisbollah als militärisch besser besetzt ein als die libanesische Armee. Die eigentliche Macht des Landes sei die Mitte der 1980er Jahre gegründete Miliz, die sich einst zum Ziel gesetzt hatte, aus dem Libanon einen islamischen Gottesstaat zu machen – Vorbild Iran.