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Solarkrieg China-EU: Sonnenkönig umgarnt Sonnenkönigin

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Solarkrieg China-EU: Sonnenkönig umgarnt Sonnenkönigin

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Gegen Schutzzölle will sich Deutschlands BundeskanzlerinAngela Merkel einsetzen, auch wenn sie vielleicht der deutschen Solarindustrie nützen würden. Das hat sie Chinas Ministerpräsident Li Keqiang in Berlin versprochen – und rennt damit offene Türen ein. Denn die Mehrheit der 27 EU-Mitgliedsländer lehnt offenbar den Plan der EU-Kommission ab, hohe Strafzölle gegen das Land zu verhängen.

Deutsche Solarhersteller hatten das Vorgehen gegen chinesisches Preisdumping angestoßen.

Li Keqiang, Chinas Ministerpräsident:

“Wir stehen zusammen. Wenn Europa zusammenhält und wenn es ihm gut geht, wenn Europa stabil und stark bleibt, ist das nicht nur gut für die EU und Europa. Auch China hat etwas davon.”

EU-Handelskommissar Karel De Gucht will am 6. Juni vorläufig einen Strafzoll von 47 Prozent auf chinesische Solarmodule einführen – und die Deutschen sind die eifrigsten Photovoltaik-Aufsteller der Welt.

Insgesamt streitet sich die EU in 18 Fällen mit ihrem zweitgrößten Handelspartner China über Dumping, etwa bei Telekomausrüstung oder Porzellan. Wird der Handelskrieg vermieden, hat Li auch Zuckerbrot dabei:

Er versprach deutschen Wirtschaftsvertretern eine privilegierte Partnerschaft in Bereichen wie Dienstleistungen und Gesundheitswesen.

Deutschland und China hätten das Zeug zum “Traumpaar”.

Mit Reuters, dpa

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