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AU wirft Internationalem Gerichtshof Rassismus vor

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AU wirft Internationalem Gerichtshof Rassismus vor

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Die Afrikanische Union hat dem Internationalen Strafgerichtshof Rassismus vorgeworfen. Zum Abschluss des Gipfeltreffens der Organisation in Addis Abeba beklagte der AU-Vorsitzende und äthiopische Ministerpräsident Hailemariam Desalegn, dass bislang nur afrikanische Fälle verhandelt würden. “Das Vorgehen des Gerichtshofs hat einen Makel. Die Absicht war jegliche Art von Unrecht, Fehlverhalten und Verbrechen zu verfolgen, doch jetzt ist der ganze Prozess zu einer Art von Rassenjagd degeneriert”, erklärte Desalegn.

99 % der Angeklagten vor dem Internationalen Staatsgerichtshof seien Afrikaner stellt Desalgn fest. Zu den bekanntesten Fällen gehören die Verfahren gegen den früheren Präsidenten der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, der mit Hilfe einer französischen Interventionstruppe gestürzt wurde und der sudanesische Staatspräsident Omar al-Bashir.

“Es sollte kein Gericht im Norden geben, das über Menschen im Süden urteilt”, forderte der AU-Kommissar für Frieden und Sicherheit, Ramtane Lamamra. Es sei scheinheilig wenn der UN-Sicherheitsrat Bashir vor den Strafgerichtshof zerre, obwohl weder die USA noch Russland oder China sich dem Gericht unterwürfen.