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Hisbollah zwingt syrische Rebellen in die Defensive

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Hisbollah zwingt syrische Rebellen in die Defensive

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Bei schweren Kämpfen in der strategisch wichtigen Stadt Kusair geraten die syrischen Rebellen nach eigenen Angaben immer mehr in die Defensive. Soldaten von Machthaber Baschar al-Assad seien mit Unterstützung der libanesischen Hisbollah-Miliz in Gebiete rund um die Stadt vorgestoßen, sagten Oppositionsaktivisten am Montag. Kusair befinde sich zu zwei Dritteln in der Hand der Regierungstruppen.

Die Stadt an der Grenze zum Libanon ist zu einem der zentralen Schauplätze des syrischen Bürgerkriegs geworden, weil sich dort die Hisbollah offen in den Konflikt eingeschaltet hat. Damit droht eine Ausweitung der Kämpfe auf den Libanon mit unabsehbaren Folgen für die gesamte Region.

Erbitterte Kämpfe, zahlreiche Tote und Verletzte gab es auch in Sarqueb Ende März. Dieser Mann wird von freiweilligen Helfern und Ärzten medizinisch versorgt.

Einem Team von des französischen Senders TF1 ist es jetzt gelungen mit dem Opfer Faris Kosa über seine Erlebnisse zu sprechen:

“Nach dem Angriff dachte ich meine Lungen würden platzen. Ich fiel zu Boden und konnte nicht atmen. Alles um mich herum war schwarz.”

Die syrische Regierung wird beschuldigt, bei den Kämpfen auch chemische Kampfstoffe einzusetzen. Nach einem Bericht der französischen Tageszeitung Le Monde setzen Regierungstruppen seit April verstärkt Giftgas gegen die bewaffneten Rebellen und die Zivilbevölkerung ein. Beweise gibt es dafür bisher nicht.