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Gegensätzliche Meinungen über Lösungen für Syrien

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Gegensätzliche Meinungen über Lösungen für Syrien

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Gibt es für den Syrienkonflikt weiterhin keine Lösung, hat es jedenfalls nicht an einem Mangel an Treffen und Konferenzen gelegen – nur dass eben nie alle Mitspieler bei den gleichen Konferenzen sind.

Für heute hat Iran zu Beratungen eingeladen, ein Freund der syrischen Regierung. Syriens Opposition fehlt aber, ebenso wie Länder wie die Türkei oder Katar, die die Opposition unterstützen. Iran seinerseits muss wohl damit rechnen, dass es nicht zur bevorstehenden Konferenz in Genf eingeladen wird.

Russland besteht darauf, weil es Iran für einen wesentlichen Mitspieler hält; westliche Länder lehnen das aber ab. Russland, ebenfalls ein Syrienfreund, will aber auch neue Fliegerabwehrraketen an Syriens Armee liefern – was wiederum die USA aufbringt.

Wenig erfreut über die Raketen für Syrien ist auch der Nachbar in Israel. Dort hat man Syrien in letzter Zeit wohl mehrere Male aus der Luft angegriffen: Die modernen Abwehrraketen würden so etwas gefährlicher machen. Wenn sie wirklich in Syrien einträfen, sagt Verteidigungsminister Mosche Jaalon düster, dann wisse man, was zu tun sei.

Die Proteste gegen die syrische Regierung dauern nun schon über zwei Jahre. Aus friedlichen Forderungen wurde schnell ein Bürgerkrieg, der das Land heute zwischen der Regierung und ihren Gegnern teilt. Zehntausende Menschen wurden in diesen Kämpfen auf beiden Seiten getötet.