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Assad geht im TV-Interview auf Konfrontation mit Israel

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Assad geht im TV-Interview auf Konfrontation mit Israel

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Der syrische Präsident Assad hat sich in einem Interview mit dem Hisbollah-Fernsehsender Al-Manar zu einer direkten Konfrontation seines Landes mit Israel geäußert. Außerdem bestätigte er erste Lieferungen von russischen Flugabwehrraketen:

“Der Grund dafür, warum die Hisbollah in Syrien ist, liegt darin, dass sie im Libanon und in Syrien gegen Israel und seine Verbündeten kämpft”, sagte Assad.

UN Generalsekretär Ban-Ki Moon forderte friedliche Verhandlungen:
“Ich habe alle Beteiligten nachdrücklich aufgefordert, ihren Einfluss zu nutzen, um die Konfliktparteien zu überzeugen, die Kämpfe einzustellen. Die Lösung für beide Seiten wird es nicht mit Waffen geben und deren Lieferung hilft in dieser Situation nicht weiter. In diesem Fall kann es keine militärische Lösung geben. Nur ein politischer Prozess kann dieses Problem nachhaltig beheben”, sagte Ban-Ki Moon.

Russland steht unterdessen weiter an der Seite von Assad. Außenminister Sergej Lawrow machte dies deutlich:
“Die syrische Opposition und ihre Unterstützer fordern die sofortige Absetzung von Assad. Einschließlich unserer westlichen Partner ist allen klar, das dieses Ziel unrealistisch ist. Das war zumindest mein Eindruck bei den Gesprächen mit John Kerry und Laurent Fabius in Paris”, sagte Lawrow.

Die von den USA, Russland und den Vereinten Nationen geplante Friedenskonferenz in Genf droht zu scheitern. Die oppositionelle syrische Nationale Koalition hat angekündigt angesichts der jüngsten Eskalation nicht an den Gesprächen teilzunehmen.