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Banden in Honduras: Nein zu Gewalt und Drogenschmuggel

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Banden in Honduras: Nein zu Gewalt und Drogenschmuggel

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In Honduras wächst die Hoffnung auf eine friedlichere Zukunft: Seit Jahren liefern sich dort zwei Gangs blutige Kämpfe um das Sagen. Nun haben sich die Banden Calle 18 – übersetzt 18. Straße – und Salvatrucha auf eine Waffenruhe geeinigt. Maskierte Mitglieder beider Seiten versprachen in einem Gefängnis in Nordhonduras ein Ende der Gewalt. Dort sitzen die gefährlichsten Kriminellen des Landes ein.

Ein anonymes Mitglied von Calle 18 erklärt, “wir bitten um Vergebung, das ist ernst gemeint. Wir wollen uns Stück für Stück bessern, das geht aber nicht von heute auf morgen. Gut ist: Wir sind dabei, und das ist schon ein Anfang.”

Ein Salvatrucha-Sprecher ergänzt: “Es ist gut, was wir hier machen. So können die Menschen sehen, dass wir was an der Situation ändern wollen. Wir sind von nun an gegen jede Gewalt und jegliches Verbrechen. Aber wir brauchen Anreize, um arbeiten zu gehen, obwohl wir Mitglied bei einer Gang sind.”

Beide Seiten appellierten an die Regierung von Honduras, bei der Arbeitssuche zu helfen. Vermittelt worden war das Abkommen von einem Mitglied der katholischen Kirche, das jedoch vor zu hohen Erwartungen warnte.
Die verfeindeten Gruppen sind in Drogenschmuggel, Waffenhandel sowie Erpressung verwickelt und kontrollieren ganze Viertel. Honduras ist laut den Vereinten Nationen das gefährlichste Land der Welt.