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Wettbewerbsfähigkeit: Schlechte Noten für die Eurozone

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Wettbewerbsfähigkeit: Schlechte Noten für die Eurozone

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“Europa kann nur erfolgreich sein, wenn es wettbewerbsfähig ist”, predigt die deutsche Bundeskanzlerin ihren Kollegen gern. Wie man das wird, kann der Kontinent in Übersee abkucken. Vorjahressieger Hongkong wurde im Rating des Schweizer Wirtschaftsinstituts IMD (International Institute for Management Development, Lausanne) gerade von den USA abgehängt.

Nach 333 Kriterien wie Produktion,
Diversifizierung, Export, Infrastrukturinvestitionen, Bildung, Mittelstandsförderung, Haushaltsdisziplin oder sozialer Frieden schaffen es gerade mal drei europäische Länder unter die ersten zehn von 60 Ländern im Test: Die Schweiz, Schweden und als einziges Euroland Deutschland – auf Platz neun, zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar.

Es wird gelobt für eiserne Fiskaldisziplin, eine solide Exportwirtschaft und die Stärke mittelständischer Unternehmen.

Als Modell sei es aber nur bedingt geeignet: Strukturreformen seien unvermeidlich, so Professor Stephane Garelli, Leiter des IMD World Competitiveness Center, aber ohne Wachstum hätten andere die Nase vorn. Europäischer Lichtblick: Griechenland arbeitete sich vom 58. um vier Plätze nach vorn.

Die Muskelspiele der Schwellenländer beeindruckten nicht – die BRICS-Staaten kamen nicht weit wie China (21) und Russland (42). Indien (40), Brasilien (51) und Südafrika (53) fielen sogar zurück.

Mit Reuters

Link: http://www.imd.org/uupload/imd.website/wcc/scoreboard.pdf