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Die Chapman-Brüder zeigen "Die Summe alles Bösen"

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Die Chapman-Brüder zeigen "Die Summe alles Bösen"

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“Die Summe alles Bösen” ist der Titel einer Ausstellung der Chapman-Brüder in Hongkong. Mit detailliert gestalteten Miniatur-Landschaften verweist das in London ansässige Duo auf historische Ereignisse und berührt Themen wie den Holocaust, Gewalt und Tod.

Jake Chapman:

“Wir haben es so pessimistisch wie möglich gemacht. Aber pessimistisch in einem fröhlichen Sinn. Fatalistisch im fröhlichen Sinn. Es gibt keine düsteren Vorahnungen oder irgendeine Art von moralischem Zeigefinger.”

Die Künstler verschmelzen sensible Themen wie die Entdeckung von Massengräbern nach dem Zweiten Weltkrieg mit Symbolen der globalen Fastfoodkette McDonalds.

Jake Chapman:

“Wir haben McDonalds als einen Marker für den Übergang von der Industrialisierung zum Ende der Welt benutzt. Früher stand McDonalds für die heile Fastfoodwelt und die Raumfahrt-Ära mit dem Wettlauf ins All. Übriggeblieben ist nur ein prozesssüchtiger Clown, der seinen Sinn für Humor verloren hat, und das Ozonloch.”

Die Chapman-Brüder sind dafür bekannt, dass sie mit ihrer Arbeit kulturelle und historische Stereotypen aufgreifen und kollektive Ängste sichtbar machen.

Die Ausstellung zeigt auch eine Reihe von Gemälden von unbekannten Künstlern, die die Chapman-Brüder nach eigener Aussage “überarbeitet und verbessert” haben.

“Die Summe alles Bösen” ist noch bis Ende August in Hongkong zu sehen.