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Eurozone: Mehr als doppelt so viele auf Jobsuche als im Autosektor

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Eurozone: Mehr als doppelt so viele auf Jobsuche als im Autosektor

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Die Rezession treibt die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone auf ein Rekordhoch. Mehr als 19 (19,375) Millionen Männer und Frauen hatten im April keinen Job – 95.000 mehr als im Vormonat und gut 1,6 Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Das ist gut das Zweieinhalbfache der gesamten Autoindustrie (etwa sieben Millionen Beschäftigte mit den Zulieferern). Um jahreszeitliche Schwankungen bereinigt, kletterte die Arbeitslosenquote auf den Rekordwert von 12,2 Prozent, so die Statistikbehörde Eurostat – nach 12,1 Prozent in den beiden Monaten zuvor.

Dabei sind die Unterschiede im Währungsraum riesig: Zwischen Österreich mit 4,7 Prozent, Deutschland mit 5,4 Prozent und Luxemburg mit 5,6 Prozent und den rund 27,0 Prozent von Spanien und Griechenland (im Februar). Italien ermittelte die höchste Arbeitslosenquote seit 36 Jahren.

Die Jugendarbeitslosigkeit war im gesamten Euro-Raum doppelt so hoch wie die Quote insgesamt: 24,4 Prozent, mit Spitzenwerten in Griechenland, Spanien und Portugal. In Italien ist die Arbeitslosenquote unter Jugendlichen sogar mehr als dreimal so hoch wie insgesamt.

Die Eurozone hängt in der längsten Rezession fest, seit sie 1999 gegründet wurde.

Und es geht erst mal weiter abwärts, zumindest mit der OECD-Prognose: Nach neusten Zahlen endet das Jahr mit 0,6 Prozent weniger Wirtschaftsleistung, sechsmal mehr Einbuße als bisher erwartet.

Nick Matthew, Ökonom bei Nomura: “Eine kräftige Erholung ist nicht in Sicht”.

Mit Reuters