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Merkel und Hollande wollen hauptamtlichen Präsidenten für die Eurozone

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Merkel und Hollande wollen hauptamtlichen Präsidenten für die Eurozone

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Deutschland und Frankreich sind sich darüber einig, dass die Eurozone von einem hauptamtlichen Präsidenten
geführt werden soll. Das sagte Frankreichs Präsident François
Hollande nach Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Paris. Merkel sagte, man brauche mehr wirtschaftspolitische Koordinierung, weil der Stabilitätspakt immer erst wirksam werde, wenn man bereits im Ungleichgewicht sei. Beide betonten die Bedeutung von Strukturreformen in der Eurozone.

“Wir wollen, dass Europa der Arbeitsmarktsituation und vor allem der Jugendarbeitslosigkeit mehr Aufmerksamkeit widmet; dass die Bankenunion schneller umgesetzt wird, dass es eine wirksamere Wirtschaftspolitik gibt und die Finanzsysteme harmonisiert werden. Außerdem muss es eine ausgeglichene Wachstums- und Wettbewerbspolitik geben.”

“Wenn Sie sich einmal die Programme, die wir in Spanien sehen, die Italien gemacht hat, die in Griechenland, Portugal, Irland sind, dann sind das doch mitnichten Programme, die irgendetwas mit Haushaltskonsolidierung zu tun haben. Sondern es sind massive Strukturreformen, die tief das Land verändern. In Griechenland sicherlich am meisten, wenn es um den Aufbau eines neuen Steuersystems geht, eines neuen Gesundheitssystems, einer völlig neuen Verwaltung.”

Merkel und Hollande kamen außerdem überein, dass es häufiger Treffen der Staats- und Regierungschefs geben solle.

euronews-Korrespondent Giovanni Magi sagt, die Europäer sollten effektiver handeln, um Arbeitsplätze zu schaffen, vor allem für Jugendliche. Darauf habe man gedrängt, gerade an dem Tag, als Frankreich eine neue Rekordzahl an Arbeitslosen verbuchte. Die Schaffung neuer Arbeitsplätzen könnte aber für die deutsch-französische Achse zum Testfall werden.