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Teenager-Prostitution in der Ukraine

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Teenager-Prostitution in der Ukraine

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Nataliya verdient bis zu 150 Euro in einer Nacht. Sie ist eines von schätzungsweise 11- bis 15.000 Mädchen im Alter zwischen 14 und 19 Jahren, die sich in der Ukraine prostituieren. Anlässlich des Weltkindertages am 1. Juni hat euronews die Hilfsorganisation “UNITUS” in der Region Mykolaiv im Süden der Ukraine besucht. Dort herrscht eine der höchsten Infektionsraten mit mit dem Aids-Virus in der Altersgruppe der 15 bis 24-Jährigen.

“Meine Freundin macht das seit sieben Jahren”, sagt Nataliya, “sie meinte, ich solle das auch tun. Erst wollte ich nicht, aber dann musste ich. Jetzt habe ich genug Geld. Es ist jedes Mal anders, aber jetzt kann ich meiner Mutter helfen. Sie weiss nicht, was ich mache. Niemand von meinen Freunden weiss das.”

Bis zu zehn Prozent der Mädchen hier sind mit HIV infiziert.

“Es gibt nicht viele Möglichkeiten, in unserer Stadt Geld zu verdienen”, sagt Yulia, die auch auf der Straße arbeitet. “Was ich mache, hilft mir wirklich, das ist Ok für mich. Ich finde es gut, dass ich jetzt jemanden habe, den ich um Rat fragen kann; mit dem ich reden kann und der mir in bestimmten Situationen Ratschläge gibt. Am wichtigsten ist aber, dass ich regelmäßig meine Gesundheit testen und mit einem Psychologen sprechen kann.”

UNITUS” bietet den Mädchen in Zusammenarbeit mit “UNICEF Hilfe an: Sozialarbeiter, Ärzte und Psychologen helfen ihnen, ein normales Leben zu führen, zur Schule zu gehen und auch, sich auf HIV untersuchen zu lassen. 350 Mädchen werden hier derzeit betreut.

“Eines der größten Probleme ist das extreme Unverständnis dafür, wie der HI-Virus übertragen wird”, sagt Olena Sakovych von UNICEF, “sogar diejenigen, die es wissen, sehen das Risiko nicht als sehr wichtig an.”

Die Mädchen lassen sich regelmäßig ambulant im Bus der Organisation untersuchen. Blutproben werden hier genommen, die Mitarbeiter von “UNITUS” fordern die Mädchen regelmäßig auf, Kondome zu benutzen – auch wenn die Freier das nicht wollen. Nataliya will in einem oder zwei Monaten mit der Prostitution aufhören, sowohl physisch wie auch psychisch sei der Job zu hart für sie. Yulia will weitermachen. Für sie zählt vor allem ihre finanzielle Unabhängigkeit.