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"Helft uns, unseren Vater zu finden" - Videoappell an Syrien

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"Helft uns, unseren Vater zu finden" - Videoappell an Syrien

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Die italienische Tageszeitung La Stampa hat eine Videobotschaft veröffentlicht, die die Suche nach ihrem in Syrien verschollenen Korrespondenten vorantreiben soll. Darin richten die beiden Töchter des Journalisten einen eindringlichen Appell an die syrische Bevölkerung: “Wir sind die Töchter des Kriegsreporters Domenico Quirico von der Zeitung La Stampa. Er wird seit 50 Tagen in Syrien vermisst. Er war dort, um die Italiener über das Drama in Syrien zu informieren.” Und weiter: “Wir bitten alle, die Informationen über ihn haben, uns zu helfen, ihn nach Hause zu holen. Wer immer irgendetwas weiß, möge bitte die italienischen Behörden kontaktieren. Papa: wir und Mama warten auf deine baldige Heimkehr. Danke.”
Die letzte Nachricht des 62jährigen Kriegsreporters war vor knapp acht Wochen eine Textmitteilung, in der er schrieb, “ich bin jetzt in Syrien.” Seitdem herrscht Funkstille. Inzwischen hat das italienische Außenministerium einen Krisenstab für die Suche nach Quirico gebildet. Quirico war 2011 in Libyen zusammen mit drei Kollegen entführt, später aber wieder frei gelassen worden. Ob es sich jetzt auch um eine Entführung handelt ist allerdings unklar. Neben Quirico werden derzeit noch drei weitere Korrespondenten vermisst. Sie stammen aus Belgien und den USA. Nach Angaben des Komitees zum Schutz von Journalisten gilt Syrien als eine der gefährlichsten Regionen weltweit für Berichterstatter. Erst Anfang April waren vier italienische Journalisten gekidnappt worden, die später jedoch befreit werden konnten.