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Protestwelle: Erdogan bleibt hart

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Protestwelle: Erdogan bleibt hart

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Das harte Durchgreifen der türkischen Polizei hat international für Aufsehen gesorgt. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan räumte Fehler ein, sagte aber, seine Regierung werde sich von Protesten nicht von ihrem Kurs abbringen lassen. “Die Polizei hat trotz der Provokationen illegaler Gruppierungen, trotz der Zerstörung der Läden und trotz der Angriffe mit Steinen und Molotowcocktails ihre Arbeit getan. Ich habe dem Innenminister und dem Gouverneur Anweisungen gegeben. Es werden die nötigen Schritte eingeleitet falls übermäßige Gewalt angewendet wird.”

Erdogan beschuldigte die Opposition, die Proteste anzuheizen. Sie manipuliere die Demonstranten. Er fügte hinzu, falls jemand verletzt werde, sei das die Schuld der Opposition. Nach Angaben von Amnesty International wurden allein gestern rund 100 Menschen verletzt. Die Demonstranten riefen in Anspielung auf die Regierungspartei: “Verschwinde AKP, dieses Land gehört uns.” und “Tayyip schau wie viele wird sind.” Mehrere Oppositionsparteien nutzten die Proteste, um Stimmung gegen die Regierung Erdogan zu machen. Sie forderten ein Ende des Polizeieinsatzes und versuchten, ihre Anhänger zu mobilisieren.