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Schwere Ausschreitungen in der Türkei

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Schwere Ausschreitungen in der Türkei

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In der Türkei ist es zu schweren, gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. In Istanbul, Ankara und Izmir gingen die Sicherheitskräfte mit Tränengas und Wasserwerfern gegen die Menschen vor. Etwa 50 Personen wurden festgenommen. Amnesty International zeigte sich angesichts der außerordentlichen Brutalität, mit der die Sicherheitskräfte vorgingen, besorgt. Laut bisher noch unbestätigten Angaben wurden über 300 Menschen verletzt. Auslöser der Proteste ist eine Parkanlage in der der Innenstadt von Istanbul. Die Regierung von Ministerpräsident Erdogan hat gemeinsam mit der Stadt beschlossen, ein Shopping-Center auf dem Gelände des Parks zu errichten. Mehrere Hundert Demonstranten hatten ein Lager in dem Park errichtet, um das zu verhindern. Erdogan hat aber immer wieder betont, dieses Projekt entgegen aller Widerstände umsetzen zu wollen. Und genau diese Haltung sorgt vor allem bei den jungen Türken mehr und mehr für Entrüstung. Sie werfen Erdogan vor, sich wie ein Despot aufzuführen und die Meinung des Volkes zu ignorieren. Deshalb gingen nicht nur in Istanbul Tausende Menschen auf die Straße. Auch in den kommenden Tagen werden Demonstrationen erwartet.