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Aufstand in der Türkei: Fast 1.000 Festnahmen

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Aufstand in der Türkei: Fast 1.000 Festnahmen

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Bei der Protestwelle gegen die Regierung in der Türkei sind fast 1.000 Menschen festgenommen worden. Der Taksim-Platz in Istanbul war heute kurzzitig wie leergefegt, inzwischen kehrten die Demonstranten aber dorthin zurück.

Anfangs gingen die Menschen auf die Straße, um den Gezi-Park zu retten, der einem Einkaufszentrum weichen soll. Aber dann richtete sich ihre Wut gegen Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan.

In der Nacht gab es im Stadtteil Besiktas Zusammenstöße. Wieviele Menschen in den vergangenen Tagen verletzt wurden, ist unklar. Das Innenministerium spricht von etwa 80 Verletzten, die Ärzte von 1.000. Sie berichteten auch von sechs Menschen, die von Tränengaskanistern getroffen und an den Augen schwer verletzt wurden.

Experten zufolge bahnt sich in der Türkei kein arabischer Frühling an. Die Mehrheit der Demonstranten gehöre der nicht religiösen Elite des Landes an, die unter Erdogan an Einfluss verloren habe. Ihre Proteste richten sich gegen den Führungsstil des Ministerpräsidenten, den sie als autoritär empfinden.