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London: BNP und Antifaschisten demonstrieren

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London: BNP und Antifaschisten demonstrieren

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Gegner und Anhänger der rechtsextremen British National Party haben sich am Samstag in London zu Demonstrationen zusammengefunden. Hintergrund ist der Mord an einem britischen Soldaten am 22. Mai. Die mutmaßlichen Mörder hatten nach der Tat von einer Vergeltung für Morde an Muslimen gesprochen. Die Anhänger der BNP nahmen dies zum Anlass, gegen den Islamismus zu demonstrieren. Sie werfen der Regierung einen zu nachgiebigen Kurs im Umgang mit radikalen Islamisten vor. Matthew Cooper von der BNP meint:

Matthew Cooper:
“Wir haben die Schnauze voll davon, dass Menschen in dieses Land kommen, die unseren guten Willen missbrauchen und am Ende kommt dann so ein Massaker dabei heraus. Und diese Typen erklären auch noch, sie handeln im Namen eines sogenannten Gottes.”

Julian Lema nahm an der Gegendemonstration der Antifaschisten teil.

Julian Lema:
“Ich bin hier, um die Faschisten zu stoppen. Meine Eltern haben im Krieg gekämpft, um den Faschismus zu stoppen und wir lassen so etwas in unserem Land nicht zu. Es ist verachtenswert, dass sie versuchen diese furchtbare Tat für ihre Zwecke zu nutzen.”

Bei Zusammenstößen zwischen den beiden Gruppen wurden knapp 60 Personen festgenommen.

Inzwischen wurde auch gegen den zweiten mutmaßlichen Täter Anklage wegen Mord erhoben. Bei den beiden Männern im Alter von 22 und 28 Jahren handelt es sich um Briten mit nigerianischen Wurzeln. Beide waren zum Islam konvertiert. Am Montag sollen sie zu einer Voranhörung vor Gericht erscheinen.