Eilmeldung

Eilmeldung

Mensch denkt, Roboter greift!

Sie lesen gerade:

Mensch denkt, Roboter greift!

Schriftgrösse Aa Aa

Roboter lenken durch reine Gedankenkraft, dieser Wunsch der Wissenschaft rückt sprichwörtlich in greifbare Nähe. Ein französisch-japanisches Forscherteam hat eine Gehirn-Maschinen-Schnittstelle entwickelt, mit der Roboter gesteuert werden können.

Dafür wird ein Proband mit einer Datenkappe ausgestattet. Diese ist an einen Computer angeschlossen der die Gehirnsignale verarbeitet und in Steuersignale umsetzt. Nach einer Anpassungsphase arbeiten Roboter und Mensch Hand in Hand.

“Fürs Erste ist es ein auf Distanz gesteuerter Roboter.Aber Ziel ist die Verschmelzung der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine, so als wäre der Roboter ein Teil des Menschen”, erklärt Projektleiter Abderrahmane Kheddar vom staatlichen französischen Forschungszentrum CNRS.

Bei diesem Experiment nimmt die Roboterkamera Objekte als Lichtreize war, die in unterschiedlicher Frequenz aufflackern. Sobald die Frequenz des Gehirnsignals mit der Frequenz des visuellen Reizes korrespondiert, ist der Roboter auf der richtigen Fährte und greift das gewünschte Objekt, in diesem Fall eine Flasche.

Auch die Fortbewegung des Roboters lässt sich lenken. Der User konzentriert sich auf blinkende Pfeile auf dem Bildschirm, um dem Roboter die Richtung anzugeben. Die Bedienung erfordert eine gewisse Eingewöhnung, erklärt Proband Damien Petit vom staatlichen französischen Forschungszentrum CNRS. “Man muss den Kopf leeren und an nichts anderes denken, man muss sich einfach nur auf das konzentrieren, was man gerade macht, wenn man den Roboter lenken will, oder wenn man möchte, dass er ein Objekt ergreift.”

Systeme wie dieses sollen es später einmal älteren oder behinderten Menschen ermöglichen, einen Roboter zu steuern, der Arbeiten für sie erledigt.