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Präsident zeigt Verständnis, Premier nicht

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Präsident zeigt Verständnis, Premier nicht

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Die politische Führung der Türkei reagiert unterschiedlich auf die Proteste – sei es aus echter Meinungsverschiedenheit oder – wie die Opposition vermutet – in Vorbereitung auf den kommenden Wahlkampf.

Staatspräsident Abdulla Gül zeigt Verständnis für die Demonstranten:“Die Meinungen von Minderheiten und friedliche Demonstrationen gehören zu einer Demokratie. So sehe ich die Ereignisse der vergangenen Tage. Und ich möchte hinzufügen: Die Botschaften der Demonstranten, die mit gutem Willen geschickt wurden, sind bei mir angekommen. Wenn die Zeit gekommen ist, werden wir alles Nötige tun. Ich habe bereits die ersten Anzeichen der Änderungen gesehen.”

Regierungschef Recep Tayyip Erdogan dagegen sagte auf einem Staatsbesuch in Marrokko, die Proteste seien angezettelt worden.“Die Ereignisse in der Türkei haben nichts mit abgeholzten Bäumen in einem Park zu tun. Die eigentlichen Triebkäfte der Proteste sind die Verlierer der vergangenen Wahlen. Sie haben die Leute aufgestachelt. Aber die Demonstrationen haben ja nicht in jeder türkischen Stadt stattgefunden. Und es wird schon wieder ruhiger, die Leute benutzen ihren gesunden Menschenverstand.”