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Tschechien im Ausnahmezustand

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Tschechien im Ausnahmezustand

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In ganz Tschechien steigt das Hochwasser weiter. Das Land ist von den Fluten schwer getroffen, bisher sind 8 Menschen umgekommen, mehr als 8000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Aus Angst vor Plünderungen weigerten sich jedoch viele Bewohner, ihre Häuser zu verlassen. An 43 Orten herrschte die höchste Hochwasser-Warnstufe, Landstraßen waren nicht mehr zu passieren. Tausende Haushalte hatten keinen Strom. Der Notstand gilt seit Sonntag in fast allen Teilen des Landes. Ministerpräsident Petr Necas versprach finanzielle Hilfe.

An der Elbe war die Nervosität der Menschen groß. In Melnik am Zusammenfluss von Moldau und Elbe stehe das Wasser nur noch 60 Zentimeter unter der Deichkrone, wie das Tschechische Fernsehen berichtete. Vielerorts mussten Deiche bereits aufgegeben werden. “Trockenen Fußes kommt keiner mehr aus dem Haus”, sagte der Bürgermeister der überfluteten Ortschaft Kresice, Vaclav Kovarik.

In Prag hat die Moldau am Dienstag ihren Höchststand erreicht. Bisher bewahren mobile Schutzwände die Altstadt vor Überschwemmung. Der Fluss führt derzeit 20 mal so viel Wasser wie gewöhnlich. Die Bausubstanz der Altstadt ist durch den steigenden Grundwasserspiegel gefährdet, und viele Brücken, darunter die berühmte Karlsbrücke bleiben gesperrt.

Mit dpa

Floods in Prague, before and after

  • Floods in Prague

    Kampa Museum on Google Maps

  • Kampa Museum after the flood

  • Smetanovo nábřeží on Google Maps

  • Smetanovo nábřeží after the flood

  • Stefanikuv bridge, Google Maps

  • Stefanikuv bridge after the flood

  • From Legil bridge, Google Maps

  • From Legil bridge after the flood

  • Palmovka area on Google Maps

  • Palmovka area after the flood