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Frankreich: Assad setzt Nervengas ein

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Frankreich: Assad setzt Nervengas ein

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Im syrischen Bürgerkrieg ist nach französischen Erkenntnissen auch das Nervengas Sarin eingesetzt worden. Der Kampfstoff wurde nach Angaben von Außenminister Laurent Fabius von französischen Labors nachgewiesen. Der Befund sei der UN-Untersuchungskomission übergeben worden.

“Einerseits haben uns Reporter von Le Monde dankenswerterweise einige Proben zur Verfügung gestellt, die wir analysiert haben; andererseits – unter anderen Umständen – haben wir andere Proben analysiert und die Schlußfolgerung des Labors ist klar: das ist Sarin. Die andere Frage ist: können wir feststellen, wer dahinter steckt? Im zweiten Fall gibt es keinen Zweifel, es ist das Regime und seine Komplizen”, sagte Fabius im staatlichen Fernsehsender France2.

Nach Erkenntnissen von UN-Ermittlern wurden wahrscheinlich mindestens viermal chemische Waffen eingesetzt. Allerdings konnten die Vereinten Nationen weder konkrete chemische Substanzen noch mutmaßliche Täter ermitteln. Der Verdacht richte sich aber vor allem gegen Regierungstruppen. Die US-Regierung reagierte zurückhaltend. Sie verlangt Beweise für den Einsatz von Chemiewaffen. Die UN-Ermittler dürfen nicht nach Syrien einreisen. Sie stützen sich auf Zeugenbefragungen im oder vom Ausland aus.

Weiterführende Links
UN-Syrien-Kommission (englisch)

Erklärung des französischen Außenministers zu Syrien (französisch, englisch)