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Museum zeigt die Schätze der Mary Rose

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Museum zeigt die Schätze der Mary Rose

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Fast 500 Jahre nach seinem Untergang hat das britische Schlachtschiff Mary Rose in seinem Heimathafen ein neues zu Hause gefunden: das Mary Rose Museum in Portsmouth. Vor dreißig Jahren wurde das Wrack vor der südenglischen Küste geborgen und wird seitdem aufwendig konserviert. Nun kann man das Lieblingskriegsschiff Heinrichs VIII. bewundern samt seiner historischen Fracht. Chefarchäologe Christopher Dobbs erklärt die sensationellen Funde. “Wir haben unter anderem eine Kabine voller Werkzeuge geborgen, auch ein Backgammon Spiel war dabei, ein ziemlich außergewöhnlicher Fund. Und gleich vor der Kabine, neben ein paar Kisten, saß dieser Hund. Die sterblichen Überreste eines Hundes aus der Tudor-Zeit, der vielleicht dem Schreiner gehörte und dazu das gesamte Hab und Gut des Mannes, das ist einfach sensationell.
Ebenfalls faszinierend an der Sammlung ist, dass wir Gegenstände gefunden haben, die den unterschiedlichen, an Bord anwesenden Basisgruppen gehörten. Zum Beispiel haben wir die komplette Kiste des Schiffsarztes mit all seinen Wundsalben und Gefäßen in einem erstaunlich gutem Zustand.”

Die Bergung der Mary Rose war eine der größten maritimen Ausgrabungen. Die Konservierung dauert bis heute an. Nach der Hebung wurde das Wrack jahrzehntelang zunächst mit kaltem Wasser bespritzt und dann mit einer Wasser-Wachs-Mischung besprüht. Inzwischen befindet sich die Mary Rose in der Trockenphase, die rund fünf Jahre dauern wird. Deswegen steckt das Schiff innerhalb des Museums in einer geschlossenen Heißluft-Box.

Spuren aus der Vergangenheit, die nun auch dem breitem Publikum zugänglich sind im Mary Rose Museum.