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Tunesien vertagt Verfahren gegen Oben-ohne-Demonstrantinnen

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Tunesien vertagt Verfahren gegen Oben-ohne-Demonstrantinnen

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Ein Gericht in Tunesien hat das Verfahren gegen drei Mitglieder der Frauenrechtsorganisation Femen um eine Woche vertagt.
Die drei Frauen — zwei Französinnen und eine Deutsche — waren letzte Woche verhaftet worden, als sie während einer Protestaktion mit nacktem Oberkörper und laut schreiend die Freilassung einer tunesischen Aktivistin forderten.

Die Tunesierin Amina Sboui stand am Mittwoch ebenfalls vor Gericht. Sie war im vergangenen Monat nach einer Protestaktion verhaftet worden.

Bereits am Dienstag war eine ukrainische Unterstützerin der Frauen, Oleksandra Schewtschenko, aus Tunesien ausgewiesen worden. In einem Interview mit Euronews beschrieb sie ihre Behandlung durch die tunesischen Sicherheitskräfte: “Drei Männer stürmten mein Hotelzimmer. Ich hatte keine Zeit, eine Nachricht zu versenden oder jemanden anzurufen. Ich war buchstäblich in meiner Unterwäsche. Sie legten keine Ausweise oder sonstige Dokumente vor und haben ihre Namen nicht genannnt. Sie sagten nur, dass ich ihnen folgen müsse.”

Seit der Aktion in Tunesien sei die Webseite ihrer Organisation immer wieder angegriffen worden, so Schewtschenko weiter. “Die Webseite wurde jeden Tag gehackt. Sie war völlig lahmgelegt. Wir hatten praktisch keine mehr. Jetzt haben wir von unseren Computerexperten erfahren, dass die Angriffe aus Algerien und Tunesien kamen.”