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Ein "Revolutionsmuseum" für den Istanbuler Taksim-Platz

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Ein "Revolutionsmuseum" für den Istanbuler Taksim-Platz

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Es herrscht Ruhe im Gezi-Park am Taksim-Platz. Zelte werden wieder aufgebaut, man trifft sich, die Leute reden miteinander. Vor allem über die vergangenen Tage, und über die Frage, ob der Ausgangsort der Unruhen in Istanbul tatsächlich einem Einkaufszentrum weichen muss.

Und: Es gibt bereits ein Museum. Ein “Revolutionsmuseum”. Ursprünglich war es ein Bauschuppen, in dem Geräte von Bauarbeitern aufbewahrt wurden. Dann musste es als Toilette herhalten.

Ob das ein Witz sei, fragt euronews-Reporter Bora Bayraktar. “Ein wenig ein Witz, aber auch ein Versuch”, sagt ein Aktivist, “wir denken, wir haben etwas Gutes gemacht. Das Revolutionsmuseum ist hier – herzlich willkommen!”

Viele, die herkommen, sind in den vergangenen Tagen dabei gewesen, als die Polizei mit Tränengas und Schlagstöcken gegen die Demonstranten vorging. Jetzt schreiben sie ihre Sicht der Dinge an die Wand des Revolutionsmuseums. Die Leute hoffen, dass hier künftig tatsächlich einmal ein richtiges Museum stehen wird.

Der euronews-Reporter sagt, die Proteste am Taksim-Platz seien noch nicht einmal vorbei, ein Revolutionsmuseum gebe es aber schon. Es reflektiere den Hergang der Dinge, der Eintritt sei frei. Allerdings sei es ein Problem, dass es nur eine Tür gebe, um hinein- und hinaus zu gelangen.