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Frankreich fordert Intervention in Syrien

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Frankreich fordert Intervention in Syrien

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Der französische Staatspräsident Francois Hollande hat ein internationales Eingreifen im syrischen Bürgerkrieg gefordert. Nach Ansicht Frankreichs hat die syrische Regierung das Nervengas Sarin eingesetzt. Allerdings könne man nur im Rahmen des Völkerrechts handeln, sagte Hollande.

“Wir haben Beweise vorgelegt und wir fordern die Völkergemeinschaft auf, zu handeln. Wir haben die Syrienkonferenz und, was in Syrien geschah, sollte ein weiteres Element sein, um Druck auf das Regime und seine Verbündeten auszuüben”, forderte Hollande am Mittwoch.

Nach Frankreich hat auch Großbritannien erklärt, Laborproben hätten den Einsatz des Nervengases Sarin nachgewiesen. Da beide Länder in Syrien intervenieren wollen, äußern Experten Zweifel.

“Ich bin sicher, die französischen und britischen Labore sind sehr, sehr gut; nur sind sie kaum unabhängig. Deshalb wird, meines Erachtens zu Recht verlangt, dass die Vereinten Nationen das nachprüfen sollten”, erklärt der C-Waffenexperte Hamish de Bretton-Gordon von SecureBio Ltd in London.

Nach Erkenntnissen von UN-Ermittlern wurden in Syrien wahrscheinlich mindestens viermal chemische Waffen eingesetzt. Allerdings konnten die Vereinten Nationen weder konkrete chemische Substanzen noch mutmaßliche Täter ermitteln. Der Verdacht richte sich aber vor allem gegen Regierungstruppen. Auch der US-Regierung reichen die Vorgelegten Beweise nicht aus.

Weiterführende Linnks

SecureBio Ltd (englisch)

UN-Syrien-Kommission (englisch)