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Hochwasser rollt auf Norddeutschland zu

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Hochwasser rollt auf Norddeutschland zu

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Die Hochwasserlage in Deutschland bleibt angespannt. Während die Fluten in einigen Regionen langsam nachlassen, rollt die Welle nun auf den Norden Deutschlands zu. Daher wird befürchtet, dass Niedersachsen und Brandenburg das Schlimmste erst noch bevorsteht. Auch in Bayern und Sachsen-Anhalt bleibt die Lage ernst.

Berlin

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble sagte den Betroffenen Unterstützung zu. Diese soll über die Soforthilfe des deutschen Staates hinausgehen, die bei 100 Millionen Euro liegt.

Bayern

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer bezeichnete das Hochwasser bei einem Besuch im stark überfluteten Deggendorf als “unbeschreiblich schlimm”, es übersteige alle Dimensionen. Entlang der Donau kämpfen Einsatzkräfte in den frühen Stunden des Tages darum, die Dämme zu sichern, ob das gelungen ist, bleibt abzuwarten. Nach wie vor besteht die Gefahr, dass die Dämme brechen. Laut der Polizei laufen die Evakuierungen.

Ostdeutschland

Bei Bitterfeld in Sachsen-Anhalt wurden zwei Dämme gesprengt, die erhoffte Entspannung der Lage blieb aber aus. Daher besteht für Bitterfeld nach wie vor akute Überschwemmungsgefahr. Auch in Halle ist die Lage an der Saale ernst, aber immerhin stabil, so ein Sprecher des Krisenstabs. Allerdings stehen Teile der Altstadt hier bereits unter Wasser, Häuser wurden geräumt.

Die Situation entlang der Elbe spitzt sich zu. Die Scheitelwelle des Flusses rollt aus Tschechien kommend Richtung Dresden in Sachsen. Dort hat die Elbe nun ihren Höchststand erreicht, auf 8,76 Meter stieg der Fluss hier an. Normal sind zwei Meter. Das Hochwasser von 2002 wurde nicht übertroffen, damals erreichte die Elbe hier 9,40 Meter. Während der Pegel der Elbe in Sachsen steigt, bleibt er in Brandenburg im Moment noch unverändert. Das könnte sich allerdings ändern. Am Wochenende soll der Höhepunkt der Flutwelle in Nordbrandenburg ankommen.

Österreich

In Österreich scheint das Schlimmste vorbei zu sein. Die Pegel stiegen, abgesehen von der Region nahe der slowakischen Grenze, nicht weiter an. Dennoch: Die Lage bleibt ernst. Das Wasser zieht sich nur langsam zurück. Es drückt weiter auf die Dämme und Wälle. Tausende Menschen konnten noch nicht in ihre Häuser zurück.